Viele der hier erklärten Begriffe wurden im Rahmen der Entwicklung von BPER geprägt. Sie beschreiben, was zwischen zwei Blutdruckwerten tatsächlich geschieht – erklärt an der Quelle.
Ein Blutdruck-Ereignisrekorder zeichnet nicht einen einzelnen Blutdruckwert auf, sondern den vollständigen Verlauf über die Zeit. Das Prinzip ist der Kardiologie entlehnt: So wie ein EKG-Ereignisrekorder den Herzrhythmus dokumentiert, dokumentiert BPER den fortlaufenden Puls-Druck-Verlauf – Schlag für Schlag. Sichtbar wird dadurch, was eine Momentaufnahme grundsätzlich nicht zeigen kann.
Die Beat-to-Beat-Blutdruckmessung erfasst den Blutdruck von Herzschlag zu Herzschlag. Herkömmliche Geräte bilden aus einer Messung zwei Zahlen – Systole und Diastole – und damit einen Durchschnitt eines kurzen Moments. Die Beat-to-Beat-Aufzeichnung behält dagegen die Dynamik zwischen den Schlägen und macht so auch kurzfristige Schwankungen nachvollziehbar.
Dem Verfahren liegt ein patentiertes Messprinzip zugrunde.
Blutdruckschwankung zweiter Ordnung
BDII · Blutdruckschwankung II. Ordnung
Der Blutdruck schwankt auf zwei Ebenen. Langsame Schwankungen erster Ordnung folgen dem Tagesrhythmus – morgens höher, nachts niedriger. Die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung (BDII) bezeichnet dagegen die feinen Veränderungen im kurzfristigen Puls-Druck-Rhythmus von Herzschlag zu Herzschlag. Sie wird erst sichtbar, wenn der fortlaufende Druckverlauf aufgezeichnet wird – nicht ein einzelner Wert.
Der Puls-Druck-Rhythmus beschreibt das individuelle Zusammenspiel von Puls und Druck über den fortlaufenden Herzzyklus. Er ist die Brücke zwischen der elektrischen Aktivität des Herzens und der mechanischen Kreislaufarbeit – also dem, was tatsächlich im Gefäßsystem ankommt. Aus einer einzelnen Zahl lässt sich dieser Rhythmus nicht ablesen; er zeigt sich erst im aufgezeichneten Verlauf.
Ein scheinbarer Widerspruch mit klarer Bedeutung: kontinuierlich innerhalb der einzelnen Messung – der Druckverlauf wird lückenlos aufgezeichnet – und intermittierend über den Tag, weil solche Aufzeichnungen wiederholt zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgen. So entsteht ein realistisches Bild, ohne dauerhaft am Körper getragen werden zu müssen.
Bestandteil des patentierten Messverfahrens von Holger Redtel / BRANDSSTOCK.
Kalibrierungslogik
Damit eine Messung präzise ist, muss sie richtig kalibriert sein. Die Kalibrierungslogik hinter BPER nutzt kontrollierte Druckvariationen – ohne dass körperliche Aktivität nötig ist –, um die Messung zu justieren. Der Leitgedanke dahinter: erst präzise messen, dann interpretieren. Denn ein plausibler Wert ist noch kein präziser Messwert.
Bestandteil des patentierten Messverfahrens.
Erst messen. Dann interpretieren. Nicht umgekehrt.
Pulswelle & Druckwelle
„Die Welle"
Mit jedem Herzschlag läuft eine Druckwelle durch die Arterien. Ihre Form verrät mehr als zwei Zahlen: wie das Herz arbeitet und wie elastisch die Gefäße reagieren. BPER zeichnet diese Wellenform auf, statt sie zu einem Mittelwert zusammenzufassen – und macht damit den mechanischen Teil des Kreislaufgeschehens sichtbar.
Sehen, was zwischen den Zahlen passiert
BPER zeichnet den vollständigen Puls-Druck-Verlauf auf – Schlag für Schlag. Für alle, die ihren Blutdruck nicht nur messen, sondern verstehen möchten.
Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. BPER ist ein Medizinprodukt zur Dokumentation und stellt keine Diagnose.